Erzeugung gestalten – Arten erhalten
Biodiversität in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm

Wabenförmig angeordnete Bilder und Schriftzug "Produktion gestalten, Arten erhalten"

Biodiversität steht für die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Im Ökosystem sind Mensch, Tier, Pflanze und Landschaft miteinander verwoben. Wer diese Vielfalt schützt, sorgt für eine intakte Umwelt, mehr Lebensraum für Insekten und damit auch für Lebensqualität und Wohlergehen aller.

Unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt Landwirte, eine nachhaltige Bewirtschaftung umzusetzen. Förderprogramme werden stärker auf Biodiversität ausgerichtet, der Trend zur Regionalität wird gestärkt.

Aktuelles

Führung am Mittwoch, 28. August 2019 in Krumbach
Schaufläche Blühmischungen

Blühfläche

24 verschiedene ein- und mehrjährige Blühmischungen stehen auf der Schaufläche am Radweg zwischen Krumbach und Niederraunau. Die gezeigten Mischungen sind eine kleine Auswahl der angebotenen Produktpalette verschiedener Saatgutanbieter. Am 28. August können Sie diese bei einer Führung ab 19 Uhr in voller Blüte erleben.  Mehr

Biodiverse Landwirtschaft in Waldstetten

Rot blühendes Weizenfeld
Wenn Sie in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm unterwegs sind, finden Sie eine kleinstrukturierte Landschaft mit Flächengrößen oft unter einem Hektar. Hecken, Gräben und Wasserläufe durchziehen das Landschaftsbild. Diverse Kulturen, wie Weizen, Hafer, Roggen, Gerste, Mais, Kartoffeln, Rüben, Raps, Soja, Erbsen und Ackerbohnen sind zu finden. Diese Vielfalt schafft Lebensraum für Fauna und Flora und liefert darüber hinaus unsere Lebensmittel mit höchster Qualität.
In Waldstetten sticht aktuell eine Fläche besonders ins Auge. Herr Schieferle hat dieses Jahr zum ersten Mal bei der Weizensaat eine Untersaat mit ausgebracht. Darin enthalten sind Inkarnat-, Gelb-, Weißklee, Leindotter und vier verschiedene Weidelgräser.
Natürliche Unkrautunterdrückung
Beweggrund war eine natürliche Unkrautunterdrückung der Untersaat in seinem Weizen. Der Blühaspekt ist ein erfreulicher Nebeneffekt und bietet Nahrung für Insekten. Zunächst stand der Leindotter in seiner blauen Blüte, der aktuell durch den rot-blühenden Inkarnatklee abgelöst wurde.
Bis zum Drusch des Weizens ist die Untersaat verblüht und bereitet keine Ernteerschwernisse. Der Bestand bleibt als "Grüne Brücke" über den Winter erhalten und wird danach als Gründüngung in den Boden eingearbeitet, sodass auch die Bodenorganismen gefüttert werden.

Ansprechpartnerin

Andrea Finkel
AELF Krumbach (Schwaben)
Jahnstraße 4
86381 Krumbach (Schwaben)
Telefon: 08282 9007-22
Fax: 08282 9007-77
E-Mail: poststelle@aelf-kr.bayern.de